Felgenbremsen
Durch die verschleißfreie Kraftübertragung sind hydraulische Felgenbremsen nahezu wartungsfrei.
Lediglich die Bremsbeläge sind Verschleißteile
und müssen, wenn sie abgefahren sind, getauscht werden. Ansonsten beschränkt
sich eine Wartung auf eine regelmäßige Inspektion auf Ölaustritt. Sofern eine
über den Austausch der Beläge hinausgehende Reparatur erforderlich ist, verlangt
sie mehr Fachwissen und Spezialwerkzeug. So ist zum Wiederbefüllen und Entlüften
ein spezielles Servicekit nötig. Dies kann ein Nachteil sein, wenn auf einer
Tour keine Reparaturmöglichkeit besteht. Auch die Erstmontage von hydraulischen
Felgenbremsen ist anspruchsvoller als die von mechanischen Felgenbremsen und
sollte daher nur von kundigen Personen durchgeführt werden.
Im Vergleich hierzu müssen Felgenbremsen mit Kraftübertragung
per Bowdenzug häufiger gewartet werden. Durch die Drehbewegung der Bremsarme um
den Befestigungssockel kommt es zu einer ungleichmäßigen Abnutzung des
Bremsklotzes, die im schlimmsten Fall zum Einkippen des Bremsklotzes in die
Speichen und dem Blockieren des Rades führen kann. Der korrekte Sitz der
Bremsbeläge sollte regelmäßig geprüft werden.