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Tretkurbel demontieren und montieren

Seit Jahrzehnten ist der konisch zulaufende Vierkant ungeschlagen die Nummer 1 , wie man die Tretkurbeln mit dem Tretlager verbindet. Eine andere Möglichkeit, um die Tretkurbeln an der Tretachse zu befestigen, ist über ein Zahnwellenprofil an den jeweiligen Enden der Tretachse.

Um Beschwerden in den Knien vorzubeugen oder abzuhelfen und damit die Kraft in den Beinen effektiv auf die Kurbeln übertragen werden kann, sollten Sie die richtige Kurbellänge wählen. Wie können Sie die richtige Kurbellänge ermitteln? Als Faustregel gilt: Die richtige Länge der Kurbel ist 1 / 10 der Körpergröße. In der Praxis sieht es jedoch so aus, dass für Radfahrer mit einer Körpergröße zwischen 1,65 und 1,78 Meter eine 170 mm lange Kurbel absolut ausreichend ist, sollten Sie jedoch etwas kleiner oder größer gewachsen sein, empfiehlt sich, dass Sie ihre bisherige Tretkurbel mit einer Ihrer Größe entsprechenden austauschen.

Die Tretkurbeln demontieren oder abziehen ist also nötig, wenn Sie diese durch neue ersetzen wollen. Aber auch wenn das Innenlanger quietscht und daher überprüft werden muss, müssen Sie die Tretkurbeln demontieren. Die Arbeit ist nicht unbedingt schwierig, jedoch erfordert es viel Kraft und Anstrengung, um die Vierkantkurbeln von der Achse zu montieren und wieder darauf zu bringen. Wenn Sie eine Vierkantkurbel haben, dann empfehlen wir Ihnen unbedingt einen speziellen Kurbelabzieher für Vierkantkurbeln.

Vierkantkurbeln demontieren

Als erstes hebeln Sie mit einem spitzen Gegenstand wie einen Schlitzschraubenzieher die Kappe ab, die auf beiden Enden der Tretachse aufgesteckt ist. Achtung! Einige Abdeckkappen müssen mit einem speziellen Schlüssel wie einem Innensechskant herausgedreht werden.

Vierkant Tretlager demontieren, montieren oder wechseln Drehen Sie nächstes die Kurbelschraube mit einem passenden Steckschlüssel entgegen dem Uhrzeigersinn heraus. Am besten verwenden Sie dazu deine Ratsche mit einem langen Griff, damit Sie eine bessere Hebelwirkung haben. Sollten Sie jedoch keine Ratsche zur Hand haben, können Sie auch den Steckschlüssel am hinteren Ende des Kurbelabziehers auf die Kurbelschraube stecken und mit einem Schraubenschlüssel gegen den Uhrzeigersinn herausdrehen. Beachten Sie auch die Unterlegescheibe für die Kurbelschraube und verlegen Sie diese nicht.

Nun kommt auch schon der Kurbelabzieher zum Einsatz. In der Innenseite der Kurbel finden Sie ein Gewinde. Genau in dieses Innengewinde passt das Außengewinde am Ende des Kurbelabziehers. Überprüfen Sie, ob dieses Gewinde in einem sauberen und unbeschädigten Zustand ist, falls nötig, müssen Sie den Dreck und Schmutz vom Innengewinde beseitigen. Bevor Sie den Kurbelabzieher gebrauchen, müssen Sie den inneren Teil, also die Spitze, soweit es geht zurück drehen, dass es fast bündig ist mit dem Außengewinde. Es ist ratsam, diese Spitze mit etwas Fett einzuschmieren, um später beim Herausziehen der Kurbel die Reibung auf die  minimieren. Die besseren und daher auch teureren Modelle verfügen über eine mit drehender Spitze, wodurch quasi keine Reibung beim Drehen entsteht. Schrauben Sie anschließend das Außengewinde des Kurbelabziehers vorsichtig im Uhrzeigersinn in das Innengewinde der Kurbel. Passen Sie besonders auf, dass die Gewinde sauber ineinander laufen und sich nicht verkanten.  Mit einem Schraubenschlüssel können Sie noch etwas den Kurbelabzieher weiter hinein drehen. Aber drehen Sie diesen mit viel Gefühl hinein, damit Sie das Gewinde nicht überdrehen. Ihre Kräfte brauchen Sie für den nächsten Arbeitsschritt. Setzen Sie mit der einen Hand halten Sie die Kurbel fest, während Sie mit der anderen Hand das Innenteil des Kurbelabziehers mit einem passenden Schraubenschlüssel hineindrehen. Dadurch, dass das Innenteil immer weiter hinein gedreht wird, jedoch an der Achse ansteht, wird die Kurbel, die ebenfalls fest mit dem Kurbelabzieher fest verschraubt ist, richtig von der Vierkantachse gezogen. Dafür brauchen Sie vor allem am Anfang richtig viel Kraft, da die Kurbel in der Regel sehr fest auf dem Vierkant sitzt. Haben Sie aber erst mal die Vierkantkurbel von diesem festen Sitz gelockert, können Sie schon die Kurbel mit der Hand abziehen.

Vierkantkurbeln montieren

Damit Sie leichter die Vierkantkurbeln montieren können, fetten Sie zu Anfang etwas den Vierkant an den Enden der Achse ein. Vermeiden Sie zu viel Fett, sonst können Sie die Kurbeln nicht in die endgültige, feste Position bringen. Das führt dazu, dass die Kurbeln nicht ordentlich sitzen und schneller locker werden. Am besten ist es, wenn Sie den Vierkant einfetten und anschließend das überschüssige Fett mit einem Tuch entfernen; das Fett, das sich dann noch auf dem Vierkant befindet, reicht absolut aus.

Setzen Sie die Kurbel so auf die Vierkantachse, dass sie mit der Kurbel der anderen Seite eine Gerade bildet.

Drücken Sie die Kurbel so weit wie möglich auf die Vierkantachse, ohne dass sie sich jedoch dabei verkantet. Als Hilfe können Sie auch einen Gummihammer verwenden und die Kurbel behutsam auf die Vierkantachse zu schlagen.

Fetten Sie als nächstes das Gewinde der Kurbelbefestigungsschraube und deren Unterlegscheibe ein, um später ein lästiges Schleifgeräusch zu vermeiden. Mit dieser Kurbelschraube pressen Sie die Kurbel richtig fest auf den Konus der Achse und befestigen die Kurbel darauf. Genauso, wie wir Ihnen bei der Demontage von der Vierkantkurbel, eine Ratsche mit einem langen Griff empfohlen haben, wäre eine solche Ratsche auch jetzt wieder sinnvoll, da sie mit dieser die Kurbelschraube richtig fest anziehen können, um der Kurbel auch einen festen Sitz zu verschaffen. Der vorgeschlagene Anzugsdrehmoment liegt bei Kurbelschrauben bei 35 N/mm², kann sich aber je nach Hersteller auch unterscheiden. Zwar ist ein Drehmomentschlüssel etwas kostspielig, aber Sie können mit diesem das erforderliche Drehmoment einstellen und damit verhindern, dass das Gewinde der Schraube und der Achse beschädigt wird.  Wie eine Ratsche verfügt er über einen langen Griff und somit über eine hohe Hebelwirkung.

Bevor Sie zum Abschluss der Arbeiten die Staubkappe darauf setzen, machen Sie eine Probefahrt mit ihrem Fahrrad und treten dabei immer wieder fest in die Pedalen. Hören Sie damit sofort auf, wenn Sie merken, dass die Kurbel locker sitzt. Wenn Sie ihre Probefahrt beendet haben, versuchen Sie nochmal, die Kurbelschraube weiter hinein zu drehen. Setzen Sie hinterher die Staubkappe wieder auf die Kurbel. Erfahrungsgemäß werden Sie die Vierkantkurbel nach den ersten Fahrradtouren immer wieder nachziehen müssen, bis sie endlich bombenfest sitzt.

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